Daß die herkömmliche Schulausbildung nicht mehr zeitgemäß ist, hat eine jetzt anlaufende vierteilige Reportagereihe des Bayerischen Fernsehens deutlich gemacht. In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Immunologie (AI), verschiedenen Hochschulen, dem Max Planck Institut und erfahrenen Pädagogen wurde deshalb ein neues Konzept vorgestellt. Es setzt statt der reinen Wissensvermittlung auf die Entwicklung von emotionaler Intelligenz, Kreativität und Sozialkompetenz.
Mit Musik, Kunst, Tanz und moderner Medienpädagogik könnten auch Normalbegabte ausgezeichnete Leistungen bringen, und zwar in allen Fächern. Denn mit dem neuen Konzept werde die Konzentration gestärkt, Aggressionen würden abgebaut. Außerdem werdeso die Eigeninitiative gefördert und die Gruppenerfahrungen würden vermehrt. All dies zusammen seien die Garanten für Erfolg in der Schule und im Leben.
Immer mehr Führungskräfte in der Wirtschaft betonten, wie wichtig
künstlerische Fähigkeiten bei der Auswahl von Bewerbern genommen würden. Für eine erfolgreiche Karriere komme es in der modernen Mediengesellschaft auf sehr stark auf Ausdrucksvermögen, Sprachgefühl und Körperbewußtsein an, keinesfalls nur auf Wissen. Die immunologische Forschung der letzten Jahre habe gezeigt, daß der Schulalltag oft regelrecht schädlich sei für die Kinder: durch Bewegungsmangel, eintönige Faktenvermittlung, Leistungsdruck,Termin- und Lernstreß werde die Immunabwehr geschwächt, die Aggressivität nehme zu, Infektanfälligkeit und Allergien ebenso, die Leistungsbereitschaft sinke.
Wenn statt dessen Freude und Spaß durch Gemeinschaftserlebnisse vorherrschten , würden sich die Persönlichkeitsbilder der Schüler positiv entwickeln. Die Kinder könnten sich wieder entspannen, alle Sinnesorgane würden in idealer Weise angesprochen.
Über diese positiven emotionalen Einflüsse werde dann das
Hormongeschehen optimiert und damit auch die zelluläre Abwehr.
Diese Prozesse laufen nach Auskunft des Arbeitskreises Immunologie im menschlichen Organismus nie getrennt, sondern immer vernetzt ab. Im Kindesalter komme es zu später nicht mehr nachholbaren Entwicklungen, die für Intelligenz, Kreativität und soziales Verhalten entscheidend seien.
Quelle: Pressemeldung Arbeitskreis Immunologie (AI) vom 12. Sept. 2000
|