Einen Hörtest bei allen Babys möglichst bald nach der Geburt fordert der Kölner Wissenschaftler Dr. Martin Walger von der Universitäts-HNO-Klinik. In einem Interview mit der Apotheken- zeitschrift "Gesundheit" berichtet er von einem Verfahren, das bereits bei Kleinkindern Hörschäden objektiv feststellen kann. Die Registrierung "otoakustischer Emissionen" würde pro Kind nach seinen Angaben 13 bis 15 Mark kosten. Walger: "Das ist bestens angelegtes Geld." Hörgeschädigte Kinder müssten so früh wie möglich Hörhilfen bekommen und speziell geschult werden. Wenn Kinder erst mit drei oder vier Jahren die nötigen Hörgeräte bekämen, erreiche das Niveau ihrer Sprachentwicklung nie mehr das eines Kindes, bei dem der Hörschaden frühzeitig behandelt wurde.
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